Geschichte
- Mit
einer Dampfzentrale ging's los
- Die frühere Ueberlandwerk Jagstkreis AG in Ellwangen
(UJAG) fusionierte im Jahre 1999 mit der Mittelschwäbischen
Überlandzentrale in Giengen (MÜAG). Diese
beiden ehemaligen Tochtergesellschaften der EVS firmieren
künftig unter EnBW Ostwürttemberg DonauRies
AG – kurz ODR – und werden von der Regionalgesellschaft
als Tochter für die EnBW geführt. Grund genug,
die Geschichte dieser beiden Gesellschaften Revue passieren
zu lassen.
Die Stromversorgung im östlichen Teil von Baden-Württemberg
– dem heutigen Versorgungsgebiet der UJAG begann
Anfang dieses Jahrhunderts. Als der privatwitschaftliche
Berliner Bergmann-Konzern ein Überlandwerk mit
einem Ende1912 fertiggestellten Kohlekraftwerk in Ellwangen
errichtete, hielt der Strom nicht nur bei vielen Gemeinden
auf württembergischen Boden Einzug. Auch Kommunen
im angrenzenden bayrischen Ries schlossen sich an dieses
Netz an. Am 2. Oktober 1913 übernahm die Mannheimer
Rheinelektra das Werk vom angeschlagenen Bergmann-Konzern
und übertrug die Versorgung dieses Gebietes auf
die dafür frisch aus der Wiege gehobene Ueberlandwerk
Jagstkreis AG. Der "Stromverband Jagstkreis"
(STROJAG) beteiligte sich zur Hälfte an der UJAG.
1935 wurde die letzte Hauptgemeinde an das Stromnetz
angeschlossen. Als Folge der starken Stromnachfrage
stieß das Dampfkraftwerk in Ellwangen an seine
Kapazitätsgrenzen. Ab 1927 erfolgte deshalb der
größte Teil der Strombereitstellung der UJAG
aus dem Höchstspannungsnetz der Württembergischen
Landeselektrizitäts AG. Das Dampfkraftwerk in Ellwangen
verlor nach und nach seine Bedeutung und wurde 1956
vom Netz genommen und 1960 endgültig stillgelegt.
1940 wurde die im Zuge der Zentralisierung der Elektrizitätswirtschaft
in Württemberg entstandene gerade ein Jahr alte
EVS Mehrheitsaktionär der UJAG. Sie übernahm
den 50-ProzentAnteil von der STROJAG. Darüber hinaus
erwarb die EVS von der Rheinelektra weitere 25 Prozent
UJAG-Aktien. Im Jahr 1950 gingen auch die restlichen
25 Prozent von der Rheinelektra auf die EVS über.
Von da an übernahm die UJAG als 100prozentige EVS-Tochter
nahezu die gleichen Aufgaben wie eine Betriebsverwaltung.
Auf die Integration in das württembergisch-hohenzollerische
Landesversorgungsunternehmen wurde allerdings verzichtet,
weil sie von Anfang an auch bayrische Gebiete versorgte.
Im Jahre 1908 gründeten die Schultheiße von
sieben Gemeinden die Genossenschaft "Elektrizitätswerk
für die Heidenheimer und Ulmer Alb, Sitz Heuchlingen
auf der Alb". Noch im Gründungsjahr errichtete
diese in Heuchlingen ein Dieselkraftwer mit einer Leistung
von 150 PS. Im gleichen Jahr stand den Bürgern
dieser Gemeinden die begehrte Elektrizität zur
Verfügung. Ein Jahr später entstand auch in
Bachhagel ein Dieselkraftwerk. 1920 vereinigten sich
die beiden Genossenschaften zum "Überlandwerk
Heuchlingen-Bachhagel eGmbh" mit Sitz in Giengen.
Unter Einfluß der Inflation wurde das Unternehmen,
an dem 1700 Genossen beteiligt waren im Jahre 1923 in
eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Im Zeitraum zwischen
1933 und 1945 erwarb die MÜAG sieben Wasserkraftwerke
von denen sie sich bedingt durch die rasante Entwicklung
des Stromverbrauches bis 1973 trennte. Ab 1983 begann
der Ausbau der Gasversorgung im Versorgungsgebiet der
MÜAG.
- Fusion
UJAG und MÜAG zu EnBW ODR
- Aus der Fusion von UJAG (Ellwangen) und MÜAG (Giengen)
entstand im Jahr 1999 das neue Energieversorgungsunternehmen EnBW
Ostwürttemberg DonauRies AG, eine Tochtergesellschaft
der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Mit der
Verschmelzung der beiden regionalen Unternehmen UJAG
und MÜAG ist auch künftig für unsere
Kunden eine wirtschaftliche und sichere Versorgung der
Region mit Energie gewährleistet.
Ziel des neuen Unternehmens ist die zuverlässige
Versorgung der Region mit Energie. Darüber hinaus
bieten wir unseren Kunden umfassende Dienstleistungen im Bereich
Energie, Wasser/Abwasser, Entsorgung und
Telkommunikation. Gemeinsam wollen wir uns
für eine effiziente, preiswürdige und umweltbewusste
Energieversorgung einsetzen.