Ersatzversorgung und Ersatzbelieferung Strom

Ersatzversorgung für Industriekunden ohne Stromliefervertrag (Niederspannung)

Am 13. Juli 2005 ist im Rahmen des Zweiten Gesetzes zur Neuregelung des Energiewirtschaftsrechts das neue Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) in Kraft getreten. Zweck des Gesetzes ist neben der sicheren und effizienten Versorgung der Allgemeinheit mit Strom und Gas auch die Sicherstellung eines wirksamen und unverfälschten Wettbewerbs. Zusätzlich werden mit dem neuen EnWG Vorgaben des Europäischen Gemeinschaftsrechts umgesetzt.

Kernstück des neuen EnWG ist die Trennung von Netzbetrieb und Strombelieferung. Die bisher zusammengefasste Anschluss- und Versorgungspflicht wurde in diesem Zuge aufgeteilt in eine Anschlusspflicht auf der Netzseite und eine Grundversorgungspflicht auf der Belieferungsseite.

Nunmehr ist im EnWG sowohl die „Grundversorgungspflicht“ als auch die „Ersatzversorgung mit Energie“ geregelt.

Grundversorger ist danach jeweils das Elektrizitätsversorgungsunternehmen, welches die meisten Haushalte in einem Netzgebiet der allgemeinen Versorgung beliefert. Die im Rahmen der Ersatzversorgung zur Verfügung gestellte Energie gilt als vom Grundversorger geliefert. Die EnBW Ostwürttemberg DonauRies AG ist somit in der Rolle des Grundversorgers ebenfalls für die Ersatzversorgung zuständig.

Wenn Sie in Niederspannung beliefert werden, ihr Jahresverbrauch über 10.000 kWh liegt und Sie keinen Stromlieferungsvertrag mit einem Lieferanten haben fallen Sie als Industriekunde in die Ersatzversorgung.

Die EnBW Ostwürttemberg DonauRies AG  bietet die Versorgung mit elektrischer Energie aus dem Niederspannungsnetz zu den Bestimmungen der "Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Grundversorgung von Haushaltskunden und die Ersatzversorgung mit Elektrizität aus dem Niederspannungsnetz" (Stromgrundversorgungsverordnung – Strom-GVV) mit Stand vom 22. Oktober 2014 (BGBl. I. S. 1631) einschließlich der „Ergänzenden Bedingungen" zur Strom- GVV der EnBW Ostwürttemberg DonauRies AG vom 01. Mai 2014 und der „Technischen Anschlussbedingungen (TAB)" der EnBW ODR AG zu den nachstehenden Bestimmungen an. Des Weiteren fließen die o. g. Änderungen des Energiewirtschaftsgesetzes vom 13. Juli 2005 in die Regelungen mit ein.

Die Ersatzversorgung endet, wenn die Energielieferung auf der Grundlage eines Energielieferungsvertrags des Kunden erfolgt, spätestens aber drei Monate nach Beginn der Ersatzversorgung.

Ersatzbelieferung für Industriekunden ohne Stromliefervertrag (Mittelspannung)

Entnehmen Sie Strom aus dem Mittelspannungsnetz, so erfolgt die Belieferung auf der Grundlage eines Stromliefervertrags mit der EnBW Ostwürttemberg DonauRies AG (Ersatzbelieferung).

Die „Allgemeine Bestimmungen (AGB) für die Lieferung elektrischer Energie im Wege der Ersatzbelieferung der EnBW Ostwürttemberg DonauRies AG, Stand: 08.11.2006“ (Anlage AGB EBL) und die „Anlage NAV/NZV zu Ziffer 9 der AGB, Stand: 08.11.2006“ sind Bestandteil dieses Stromliefervertrags.

Konditionen

Die jeweiligen Konditionen können im Downloadbereich auf der rechten Bildschirmseite als pdf-Dokument heruntergeladen werden. Ebenso die Erläuterungen zu den sonstigen Preisbestandteilen.

Für Entnahmestellen mit Lastgangmessung in der Niederspannung gelten die Konditionen der Ersatzversorgung mit Lastgangmessung.

Für Entnahmestellen mit Lastgangmessung in der Mittelspannung werden die Preise individuell berechnet.