Wie funktioniert Direktvermarktung?

Die Direktvermarktung funktioniert, indem wir Ihnen den Strom aus Ihrer Erzeugungsanlage abkaufen und diesen an der Strombörse vermarkten. Die Einnahmen hieraus geben wir an Sie als Marktwert weiter. Zusätzlich erhalten Sie die EEG-Förderung zuzüglich der Managementprämie. Daraus ergibt sich die fixe Gesamtvergütung mit garantierten Mehrerlösen.


Alles, was Sie dafür brauchen, bekommen Sie bei uns:
Wir übernehmen für Sie sämtliche Anmelde- und Abwicklungsprozesse.
Auch bei der gesetzlich geforderten Umsetzung der Fernsteuerbarkeit
unterstützen wir Sie gern. Letztere wird für die Kommunikation zwischen Ihrer Anlage und uns benötigt. Die passende Technik hierfür suchen wir gemeinsam aus oder nutzen bereits vorhandene Geräte. So können Sie sich entspannt zurücklehnen und die Vorteile der Direktvermarktung mit der ODR genießen.

Apropos zurücklehnen:
Ist die Direktvermarktung erst einmal eingerichtet,
müssen Sie sich um nichts mehr kümmern.
Denn wir geben Ihnen weder einen Fahrplan vor,
noch müssen Sie unsichere Einnahmen aus der Regelenergie erwarten.

 

 

Direktvermarktung im Detail

In der Direktvermarktung verkaufen Anlagenbetreiber Ihren Strom an einen Direktvermarkter, welcher für sie die Vermarktung an der Strombörse EEX übernimmt. Hier wird der erneuerbare Strom gemeinsam mit Strom aus konventionellen Erzeugungsanlagen zum markträumenden Preis (meist Grenzkosten eines Gaskraftwerks) verkauft.
Die gängigste Form der Direktvermarktung ist das sogenannte Marktprämienmodell. Im Marktprämienmodell entspricht die Vergütung für den Anlagenbetreiber, der so genannte anzulegende Wert, mindestens der Höhe der fixen Einspeisevergütung.
Der Direktvermarkter vergütet dem Anlagenbetreiber hierbei den Marktwert (Börsenerlöse) des EEG-Stroms und berechnet ein Dienstleistungsentgelt für die Vermarktung. Die Differenz zum Anzulegenden Wert wird Marktprämie genannt. Diese wird dem Anlagenbetreiber inklusive der eingepreisten Managementprämie vom zuständigen Netzbetreiber ausgezahlt.

Was ist der anzulegende Wert?

Der anzulegende Wert gilt für Anlagen, welche nach dem EEG 2017 vergütet werden. Er bezeichnet die gesetzlich festgelegte Gesamthöhe der Vergütung, die einer Erneuerbare-Energien-Anlage zusteht (primären Fördersatz für Erneuerbare Energien). Der anzulegende Wert setzt sich zusammen aus der Summe des durchschnittlichen monatlichen Börsenpreises (auch Marktwert genannt) und der sog. Marktprämie. Die Anteile von Börsenerlöse und Marktprämie variieren monatlich. Die Gesamtvergütung (anzulegender Wert) bleibt aber konstant und ist gesetzlich garantiert!
Der Anzulegende Wert wird in Cent pro Kilowatt installierter Leistung angegeben. Mit dem EEG 2017 müssen Anlagenbetreiber ab einer bestimmten Größe der geplanten Anlage nun regelmäßig in einem Auktionsverfahren auf die Höhe des Anzulegenden Wertes für ihre Anlagen bieten. Dies betrifft Anlagen, die nach dem 1. Januar 2017 genehmigt werden. Dies gilt für
› Windenenergieanlagen an Land und PV-Anlagen ab750 kW installierter Leistung
› Biomasseanlagen mit mehr als 150 kW installierter Leistung.

Was ist die Marktprämie?

In der Direktvermarktung liefern Sie den in Ihren EEG-Anlagen erzeugten Strom nicht dem Netzbetreiber, sondern einem Direktvermarkter, der diesen an der Börse veräußert. Für den gelieferten Strom erhalten Sie eine vereinbarte Vergütung auf Basis der Börsenerlöse. Vom Anschlussnetzbetreiber erhalten Sie die sogenannte Marktprämie, die sich an der Differenz zwischen Börsenerlös und dem anzulegenden Wert (entspricht EEG-Vergütung) orientiert.

Was ist die Managementprämie?

Nach dem EEG 2012 war die Managementprämie Teil des Marktprämienmodells. Sie wurde mit dem im EEG 2014 aufgehoben. Betreiber von EEG-Anlagen, die ihren Strom nach dem Marktprämienmodell direkt vermarkten, erhalten also keine Managementprämie als separat abgerechnete Position mehr, sondern bekommen nun einen erhöhten anzulegenden Wert. Dies gilt für den ins Netz eingespeisten (nicht eigenverbrauchten) Strom und beträgt

  • 0,2 Ct/kWh bei Biomasse / Wasser / KWK (regelbare Anlagen)

  • 0,4 Ct/kWh bei PV / Wind (nicht regelbare Anlagen)