Amprion und EnBW ODR arbeiten bei Ladeinfrastruktur zusammen
EnBW ODR übernimmt im Herbst das interne Ladenetz von Amprion und begleitet den weiteren Ausbau
Dortmund/Ellwangen. Der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion und die EnBW Ostwürttemberg DonauRies AG (EnBW ODR) haben eine langfristige Zusammenarbeit beim Betrieb und Ausbau der internen Ladeinfrastruktur von Amprion vereinbart. Zum Start übernimmt die EnBW ODR im Herbst die Strombelieferung und den Betrieb von rund 450 Ladepunkten an etwa 60 Amprion-Standorten in Deutschland. Mit der Vertragsunterzeichnung am 27. Oktober 2026 legen beide Unternehmen den Grundstein für die Zusammenarbeit. Der Auftrag zum Aufbau und Betrieb der Ladeinfrastruktur umfasst einen mittleren siebenstelligen Euro-Betrag.
Den Vertrag unterzeichnen Christoph Müller, Geschäftsführer von Amprion, und Sebastian Maier, Vorstand der EnBW ODR. Vorausgegangen ist ein Ausschreibungsverfahren, in dem die EnBW ODR den Zuschlag erhalten hat.
Stephan Kunigk, Leiter Einkauf & Supply Chain Management bei Amprion: „Wir sind nicht nur in Metropolen aktiv, sondern auch zu einem großen Teil in der Fläche. Daher brauchen wir eine flexible und zuverlässige Dienstwagenflotte, damit unsere Mitarbeitenden schnell und umweltschonend zum Einsatz kommen. Wir freuen uns über die Unterstützung der EnBW ODR, die bereits jahrelange Erfahrung im Aufbau und Betrieb der Ladeinfrastruktur hat.“
In den kommenden Jahren erweitert die EnBW ODR das interne Ladenetz schrittweise. Bis 2028 plant, liefert und nimmt sie weitere Ladepunkte in Betrieb, sodass insgesamt rund 1.700 Ladepunkte an etwa 180 Standorten zur Verfügung stehen sollen. Damit erhalten Amprion-Mitarbeitende im Einsatz zuverlässige Lademöglichkeiten. Bereits heute fahren rund 75 % der Amprion-Dienstwagen elektrisch. Der weitere Ausbau der Ladeinfrastruktur schafft die Voraussetzungen dafür, den Anteil elektrisch angetriebener Fahrzeuge in der Dienstwagenflotte weiter zu erhöhen.
Für die EnBW ODR ist es das erste Ladeinfrastrukturprojekt dieser Größenordnung mit Standorten im gesamten Bundesgebiet. Der Auftrag erweitert ihr E-Mobilitätsgeschäft um ein überregionales Großprojekt.
„Unsere Wurzeln liegen in der Region, unsere Erfahrung bringen wir inzwischen weit darüber hinaus ein. Der Auftrag von Amprion zeigt, was wir leisten können: Ladeinfrastruktur zuverlässig betreiben, mit Strom versorgen und bedarfsgerecht weiterentwickeln. Genau diese Verbindung aus Erfahrung und verlässlicher Umsetzung wollen wir in die Zusammenarbeit mit Amprion einbringen“, sagt Sebastian Maier von der EnBW ODR.
Neben Strombelieferung und Betrieb übernimmt die EnBW ODR im Rahmen der Zusammenarbeit mit Amprion die Planung, Lieferung und Inbetriebnahme neuer Ladepunkte. Die Lösungen sind auf die unterschiedlichen Anforderungen innerhalb des Unternehmens ausgelegt und umfassen das Laden von Dienstwagen und Fahrzeugen der Unternehmensflotte sowie Angebote für Mitarbeiter. Auch das direkte Bezahlen an dafür vorgesehenen Ladepunkten ist Bestandteil des Auftrags.
Über Amprion
Die Amprion GmbH mit Sitz in Dortmund gehört zu den vier Übertragungsnetzbetreibern in Deutschland. Das Unternehmen verantwortet den sicheren Betrieb eines umfangreichen Hochspannungsnetzes und transportiert Strom über ein Netzgebiet, das sich von der Nordsee bis zu den Alpen erstreckt.
(v. l. n. r.): Stephan Kunigk, Leiter Einkauf & Supply Chain Management bei Amprion, Dr. Christoph Müller, CEO Amprion, Johannes Gresser, Bereichsleiter Strategie und Infrastrukturdienste, sowie Sebastian Maier, Vorstand EnBW ODR AG.